Kredit trotz Arbeitslosigkeit

Die eigene Arbeitslosigkeit zieht vor allem ein großes Problem nach sich- das fehlende Gehalt. Dadurch kommt es schnell zu finanziellen Engpässen. Allerdings sinken die Ausgaben nicht. In einigen Fällen ist es auch einfach nicht möglich, die finanziellen Verpflichtungen in so kurzer Zeit zu eliminieren. Wenn jedoch ein Jobangebot ist Aussicht steht, dann bietet sich die Möglichkeit, die Zeit bis dahin mit einem Kredit zu überbrücken.

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Dafür kommt dann ein Kredit in Frage, da dieser trotz er Arbeitslosigkeit vergeben werden kann. Auch ein Kredit, der an die monatlichen Zahlungen des Arbeitsamtes angepasst ist, ist durchaus möglich. Es ist somit falsch, pauschal zu sagen, dass Arbeitslose keinerlei Chancen bei der Kreditvergabe hätten.

Es ist Vorsicht geboten

Allerdings sollten bei der Suche nach einem passenden Kredit sehr vorsichtig vorgegangen werden. Es ist wichtig, dass die Angebote dabei genau überprüft werden. Ansonsten kann es schnell passieren, dass die ohnehin bereits angespannte finanzielle Situation noch prekärer wird. In der Werbung werden häufig Kreditkonditionen für Arbeitslose angepriesen, die in Wirklichkeit in diesem Maße gar nicht umsetzbar sind. Zusätzliche Gebühren und Kosten werden versteckt und erst bei Vertragsabschluss sichtbar.

Hinweis:
Eine gute Entscheidung kann es deshalb sein, den Arbeitslosenkredit einfach bei der Bundesagentur für Arbeit zu stellen. Denn auch diese vergibt einen solchen Kredit und ist natürlich zu 100 Prozent seriös.

Kredit trotz Arbeitslosigkeit: wie ist das möglich?

Die meisten Menschen sind der Meinung, dass niemals eine Kreditvergabe an eine arbeitslose Person erfolgen würde. Das stimmt jedoch nicht. Arbeitslosigkeit kann schließlich jeden treffen. Von einem auf den anderen Tag kann sich dann alles ändern. Nun muss der ehemalige Arbeitnehmer zusehen, wie er fortan über die Runden kommt. Neben der eigentlichen Arbeitslosigkeit, sind die bestehenden finanziellen Verpflichtungen ein großes Problem. Dabei handelt es sich eigentlich immer um Verpflichtungen, die eingegangen worden sind, als die Arbeitslosigkeit noch nicht einmal absehbar war.

Hinweis:
Das klassische Beispiel ist er Kredit, der den Kauf der eigenen Immobilie ermöglicht hat. Dieser läuft teilweise über mehrere Jahrzehnte. Wer kann schon 15 Jahre im Voraus wissen, dass er einmal arbeitslos wird? Wenn die Raten nun nicht mehr bezahlt werden können, ist ein Kredit meist der letze Ausweg.

Der passende Anbieter

Die Kreditgeber sind natürlich nicht begeistert von der Vorstellung, einer arbeitslosen Person einen Kredit zu geben. Deshalb sollten die Erwartungen hier sehr realistisch sein. Ansonsten tritt schnell Frustration auf. Im Internet tummeln sich außerdem sehr viele schwarze Scharfe, welche die schlechte Stellung der Arbeitslosen ausnutzen möchten. Es ist also Vorsicht geboten!

Hinweis:
Ein Vergleich der einzelnen Anbieter muss unbedingt erfolgen. Wenn es sich um einen relativ unbekannten Anbieter handelt, dann muss sich sehr ausführlich über diesen informiert werden. Eine Googlesuche zeigt beispielsweise schnell, welche Erfahrungen Kreditnehmer bisher mit diesem Anbieter gemacht haben. Sind diese Erfahrungen allerdings zu positiv, dann sind sie ebenfalls nicht authentisch und glaubhaft.

Die Kreditsicherheiten

Nur weil eine Person momentan arbeitslos ist, heißt das nicht, dass sie keinerlei Sicherheiten vorweisen kann. Eine solche Sicherheit kann beispielsweise in einem Mitantragsteller oder einem Bürgen gesehen werden. Dieser verpflichtete sich, für die Kosten aufzukommen, falls der Kreditnehmer dazu nicht mehr in der Lage ist. Der Kreditgeber kommt also an sein Geld, denn wer dieses letztendlich zahlt, braucht ihn nicht zu interessieren.

Hinweis:
Allerdings darf der Mitantragsteller oder der Bürge nicht auch arbeitslos sein. Diese Voraussetzung wird jeder seriöse Anbieter stellen. Alternativ kann jedoch auch eine Immobilie als Pfand eingesetzt werden. Auch ein PKW kommt in Frage, solange er wertvoll genug ist, um die Schulden im Ernstfall zu decken.

Die Schufa-Auskunft

Kredite werden nicht sehr häufig an Arbeitslose vergeben. Das hat einen ganz einfachen Grund, der in der schlechten Kreditwürdigkeit liegt. Diese Kreditwürdigkeit können die Kreditgeber ganz einfach über die Schufa überprüfen lassen. Das Einkommen ist der Hauptfaktor für die Auskunft. Da dieses jedoch nicht vorliegt, kann die Bonität dementsprechend auch nicht gut ausfallen.

Hinweis:
Es gibt allerdings auch Anbieter, die keine Schufa Auskunft fordern. Besonders bei ausländischen Anbietern ist dies häufig der Fall. Allerdings muss die Seriosität dann ganz genau geprüft werden.

5 Tipps zum Kredit für Arbeitslose

1. Hilfsangebote nutzen

Für die meisten Menschen geht Arbeitslosigkeit mit einer schwierigen wirtschaftlichen Situation einher. Sich in dieser Lage finanzielle Bürden aufzulasten will daher genau überlegt sein und der Grossteil der Betroffenen schreckt davor zurück. Um aber die nötigsten Anschaffungen trotzdem zu ermöglichen hat der Gesetzgeber Hilfsangebote geschaffen: Bezieher von Arbeitslosengeld 1 und 2 können Kredite bei Arbeitsagentur und Jobcenter formlos beantragen. Die Begründung des Kreditantrages sollte ausführlich sein.

Die Rückzahlung der Kredite erfolgt durch Einbehalt von bis zu 10% des Regelbedarfs bei ALG 2 und wird individuell festgelegt bei ALG 1. Diese Kredite kosten keine Zinsen und keine Gebühren.

Hinweis:
Bei Kreditbedarf im Fall der Arbeitslosigkeit sollte zunächst immer geprüft werden ob Arbeitsagentur oder Jobcenter als Kreditgeber in Frage kommen!

2. Möglichkeit eines Dispokredites

Die meisten Banken streichen den Dispositionskredit bei Eintritt der Arbeitslosigkeit. Trotzdem sind mittlerweile viele bereit – insbesondere bei langjährigen Kunden mit unauffälliger Kontoführung und Wohnsitzstabilität – einen Dispositionskredit in Höhe eines Monatseingangs einzuräumen bzw. zu belassen. Eine aktuelle Schufa-Auskunft, eine Bescheinigung des Vermieters, dass keine Mietschulden bestehen und konkrete und realistische Vorstellungen über die Rückführung der Kreditlinie sind hilfreich.

Hinweis:
Solche Vereinbarungen am Bankschalter sind nicht immer ganz günstig, da oft nicht Dispo-Zinsen sondern Überziehungszinsen berechnet werden, aber sicher am schnellsten zu erlangen. Wer langjähriger unauffälliger Kunde einer Bank oder Sparkasse ist sollte mit dieser reden.

3. Finanzierung trotz Arbeitslosigkeit nutzen

Ist der Grund für den Kreditwunsch die Notwendigkeit der Neuanschaffung eines hochwertigen Haushaltsgegenstands wie einer Waschmaschine oder einer Kühlgefrierkombination, so sollte man zunächst alle einschlägigen Angebote darauf prüfen ob eine Finanzierung mit dem Kauf angeboten wird. Man sollte sich nicht scheuen in allen in Frage kommenden Geschäften vorzusprechen und sich ein Angebot machen zu lassen.

Hinweis:
Am besten nimmt man für seinen Rundgang Ausdrucke der Angebote der führenden Internet-Händler mit. Die stationären Geschäfte – insbesondere die kleineren – werden versuchen, diese zu unterbieten. Der Eigentumsvorbehalt – „die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Verkäufers“ – ersetzt dabei die fehlende Bonität. Neuwaren mit Garantie kann man oft mit sehr günstiger Finanzierung beim Händler erwerben.

4. Koppelung mit einer Versicherung

Das Internet ist voll von Angeboten wie „Kredit auch bei Arbeitslosigkeit“. Die Kosten eines Kredits bemessen sich nach den angebotenen Sicherheiten und da die Bezüge eines Arbeitslosen fast stets unterhalb der Pfändungsgrenze liegen, müssen zusätzliche Sicherheiten geschaffen werden. Bei den von Deutschland aus angebotenen Finanzierungen handelt es sich überwiegend um Koppelgeschäfte.

Der Kredit wird in Zusammenhang mit der Vermittlung einer Versicherung, oft einer Risikolebensversicherung, angeboten. Zwar müssen in Deutschland Angebote für Ratenkredite den Effektivzins ausweisen, doch ergibt sich die tatsächliche Belastung für den Kreditnehmer aus Kreditrate und Versicherungsprämie: Finger weg!

Hinweis:
Wer als Arbeitsloser tatsächlich mit dem Gedanken spielt, sich im Internet oder durch einen Kreditvermittler einen Kredit zu besorgen, sollte das Angebot unbedingt durch einen neutralen Sachverständigen – z.B. die Verbraucherzentrale – prüfen lassen!

5. Kreditkarten für Arbeitslose

Ebenfalls im Internet findet man Angebote, die den Kreditsuchenden auf den ersten Blick nicht betreffen: eine ganze Reihe von Firmen hat sich auf die Vermittlung von Kreditkarten spezialisiert. Bei genauem Hinsehen liest man oft „ein Verfügungsrahmen kann vereinbart werden“. Dabei handelt es sich stets um Vertragspartner der beiden großen Kreditkartenfirmen, die dem Karteninhaber in einem gewissen Rahmen Zahlungsziele einräumen. Fast ausnahmslos sitzen die Kartenaussteller in Großbritannien oder Luxemburg, haben aber deutschsprachige Ansprechpartner.

Hinweis:
Die anfallenden Kosten für die Kreditkarte sind oft sehr günstig, die Kreditzinsen dafür etwas höher als deutsche Dispo-Kreditzinsen. Für Leute mit großer finanzieller Selbstdisziplin kann eine Kreditkarte eines ausländischen Anbieters eine Alternative sein.

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