Der Minikredit

Der Minikredit hat viele Bezeichnungen wie beispielsweise „Persönlicher Kleinkredit“ oder auch „Sofortkredit“. Der Grund darin liegt vor allem in der vereinfachten Handhabung mit dem Kredit von den Bankinstituten. Dies liegt in erster Linie an der Höhe des Kredites. Bei besonders kleinen Beträgen redet man allerdings ausschließlich von einem sogenannten Mini-Kredit. Das Verfahren bei den jeweiligen Kreditformen ist allerdings das gleiche.

Inhaltsverzeichnis:

Geringe Kreditsumme und kurze Laufzeit

Wie der Minikredit schon aussagt werden bei einem solchen Kredit eher Kreditsummen bis zu 5.000 Euro an den Kreditnehmer ausgezahlt. Alles was darüber hinaus geht gehört schon nicht mehr in die Rubrik der Minikredite. In der Regel werden Minikredite in einem Bereich zwischen 500 und 1.000 Euro genommen. Sie verhelfen Privatpersonen über vorübergehende Liquiditätsprobleme.

Hinweis:
Ein weiteres wesentliches Merkmal von Minikrediten sind kürzere Laufzeiten. Die Laufzeit bei einem Minikredit liegt in der Regel bei 6 bis 24 Monaten. Je niedriger die Kreditsumme ist desto niedriger ist auch die Laufzeit. Mit dem Kreditgeber können allerdings individuelle Absprachen getroffen werden, in denen lange Laufzeit für eher geringe Kreditsummen vereinbart werden um die monatliche Belastung zu reduzieren.

Höhere Zinsbelastungen

Kein Kreditinstitut wird einen Kredit vergeben ohne dabei einen Gewinn zu machen. Da bei Minikrediten die Summen recht gering sind werden indes die Zinssätze höher angesetzt. Diese wirken sich bei Minikrediten zwar nicht so deutlich aus, allerdings legen Banken so eine höhere Gewinnspanne fest. Der Kreditgeber ist dazu verpflichtet, dass er den effektiven Jahreszins offen legt. So haben auch Kreditnehmer die Möglichkeit, dass sie die verschiedenen Kreditangebote vergleichen können und somit eine vollkommene Transparenz genießen.

Lockere Voraussetzungen

Bei Minikrediten können die potenziellen Kreditnehmer oftmals gelockerte Bedingungen vorfinden. Eine Schufa-Auskunft wird in vielen Fällen nicht getätigt, weil sie bei geringen Beträgen oftmals nicht relevant sind. Wenn man allerdings einen höheren Minikredit beantragen möchte wird auch hier die Zahlungsfähigkeit geprüft. Kreditsicherheiten sind in den meisten Fällen gar nicht gefordert.

Einzig ein Lohn- und Gehaltsnachweis, der ein stetiges und gesichertes Einkommen garantiert. So sichern sich die Kreditnehmer über die Zahlungsunfähigkeit ab. Bei vielen Minikrediten ist nicht einmal die Angabe eines Verwendungszweckes notwendig. So können die Verbraucher den Kredit auch nutzen um den Kontostand zu decken oder den Dispositionskredit abzulösen.

Hinweis:
In vielen Fällen wird der Minikredit von Menschen genutzt, die sich bereits am Limit ihres Dispositionskredites befinden. So kann wieder freie Kapazität für auftretende Rechnungen oder nicht kalkulierbare Kosten geschafft werden.

Schnelle Bearbeitung

Durch die vereinfachte Prüfung des Kreditnehmers ist eine schnelle Bearbeitung des Antrages garantiert. Nicht umsonst gilt für den Minikredit auch der Alias „Sofortkredit„. In der Regel benötigt das Kreditinstitut nur wenige Tage bis die Unterlagen geprüft sind und man eine entsprechende Rückmeldung über den Antrag erhält. Die Auszahlung des Geldes ist oftmals innerhalb kürzester Zeit durchgeführt.

Hinweis:
Aber auch bei einem Minikredit findet ein Kreditvertrag Anwendung, der die Bank vor der Nicht-Zahlung der vereinbarten monatlichen Raten schützen soll. In vielen Fällen ist es sogar der Fall, dass der Kreditnehmer innerhalb von einem Werktag die Kreditzusage erhält.

Minikredit von Privat zu Privat

Ein Minikredit ist nicht nur Angelegenheit von Kreditinstituten. In der heutigen Zeit gibt es Möglichkeiten, dass man sich einen Mini-Kredit in der gewünschten Höhe und zu einem vereinbarten Zinssatz von einer Privatperson beschaffen kann. Dies läuft immer über einen professionellen Vermittler, der sicherstellen kann, dass die Geldgeber ihr eingesetztes Geld nicht verlieren.

Personen, die Geldreserven besitzen und diese zur Zeit nicht benötigen stellen diese zur Verfügung und Menschen mit vorübergehenden Liquiditätsproblemen nehmen die gewünschte Kreditsumme in Anspruch. Dies ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

Hinweis:
Der Kreditgeber kann sein Geld vermehren und profitiert von den Zinszahlungen während der Kreditnehmer die vorübergehenden Geldprobleme mit dem Fremdkapital löst und den Kredit in monatlichen Raten zurückzahlt.

5 Tipps zu Minikredit

1. Wer kann einen Minikredit aufnehmen?

Im Prinzip ist es für fast jeden möglich, einen Minikredit aufzunehmen. Allerdings müssen auch bei diesem bestimmte Konditionen erfüllt sein. So muss der Kreditnehmer in der Regel eine saubere Schufa ohne negative Einträge aufweisen. Die Bonität wird bei einem Minikredit aber auch über andere Werte bestimmt. Die meisten Anbieter führen ein internes Scoring durch, sodass die Schufa nicht die maßgebliche Bedeutung besitzt.

Hinweis:
Wurden zum Beispiel früher schon einmal erfolgreich Kredite dieser Art bei Anbieter aufgenommen, verbessert dass den Wert erheblich. Allerdings wird auch die Schufa geprüft. Sollten in dieser eidesstattliche Versicherungen, Haftbefehle oder Insolvenzen vermerkt sein, wird auch ein Mini-Kredit nicht gewährt.

2. Rückzahlung und Konditionen

Gerade im Bereich der Rückzahlung muss der Kunde Vorsicht walten lassen und sich über alle Details informieren. In den meisten Fällen werden Mini-Kredite innerhalb von zwei bis drei Monaten zurückgezahlt. Sehr geringe Kleinkredite müssen auch binnen Monatsfrist an den Anbieter zurücküberwiesen werden.

Hinweis:
Dabei sollte genau auf die Höhe der Zinsen geachtet werden, denn diese verteuern die Kleinkredite erheblich. Daher können sie zu reinen Konsumzwecken nicht empfohlen werden. Auch eine etwaige Regelung für den Verzug der Zahlung sollte in den AGB oder im Vertrag nachzulesen sein.

3. Private Geldgeber

Alternativ kann ein Minikredit auch bei privaten Geldgebern beantragt werden. Hierzu bieten sich Kredit-Börsen im Internet an, denn die Investoren sind zum Teil sehr erfreut, wenn sie in Kurzeitkredite einzahlen können. Durch die verkürzte Laufzeit erhalten sie schneller ihre Rendite. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es sich dann um einen echten Kredit handelt, hinter dem auch eine Bank steht.

Hinweis:
Diese wird die Schufa prüfen und bei entsprechenden Einträgen kann auch eine Auszahlung verweigert werden. Zudem sollte man sich über Zinssätze und Konditionen genau informieren, denn manchmal fallen auch Bearbeitungsgebühren an, die den aufgenommenen Kredit wesentlich teurer machen.

4. Erforderliche Unterlagen

Auch für einen Minikredit sind entsprechende Unterlagen und Nachweise erforderlich. Zum einen muss ein bundesdeutscher Personalausweis vorliegen. Allerdings sollte der Kreditnehmer auch einen Arbeitsvertrag vorweisen können. Die Konditionen sind bei vielen Anbietern nicht so strickt wie bei den regulären Banken. Zum Teil können auch Arbeitslose und ALG II Empfänger hier einen Kredit erhalten.

Allerdings muss die Höhe der Einnahmen so gelagert sein, dass die Kreditsumme in der angegebenen Zeit auch getilgt werden kann, was besonders bei Empfängern der Grundsicherung und des ALG II nur selten gegeben ist. Wer den Versuch unternehmen will, muss dazu seinen Bescheid auf die Plattform hochladen. Weitere Unterlagen sind:

  • aktuelle Kontoauszug mit Nachweis des Geldeingangs
  • Haushaltsrechnung zur Bestätigung des Wohnsitzes
  • Gewerbeanmeldung (bei Selbstständigen)
  • Steuerbescheid (bei Selbstständigen)
  • Einnahme-Überschuss-Rechnung (bei Selbstständigen)

5. Bei Verzug

Wichtig ist vor allem, dass der Kreditnehmer weiss, was bei einem eventuellen Verzug geschieht. Hier fallen nicht sofort Inkassogebühren an, sondern es werden zuerst Mahnkosten erhoben. Auch der Kreditvertrag wird nicht augenblicklich gekündigt, vielmehr steht eine Frist von vier Wochen im Raum, um den Gesamtbetrag zu begleichen. Allerdings behandeln verschiedene Anbieter dies unterschiedlich, sodass manchmal auch Ratenzahlung auf Monatsbasis möglich sind.

Hinweis:
Der Nachteil besteht vor allem darin, dass mit einem Verzug die Bonität nicht unbedingt in der Schufa schlechter wird, aber eine weitere Kreditaufnahme beim jeweiligen Anbieter dann ausgeschlossen ist. Daher sollte das Geld nur dann geliehen werden, wenn man sich sicher ist, dass man dieses auch zurückzahlen kann.

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