Steuern sparen

So sparen Studenten während des Studiums Steuern

Steuern sind auf Studentenparty in der Regel kein beliebtes Gesprächsthema. Die meisten Studenten dürften einfach froh sein, noch keine Zahlungen an das Finanzamt tätigen zu müssen. Doch wer sich frühzeitig mit dem Thema beschäftigt, kann mit einigen einfachen Tipps später jede Menge Geld sparen. Dazu sind vor allem zwei Dinge erforderlich: Das konsequente Sammeln relevanter Quittungen und die jährliche Abgabe einer Steuererklärung. Kurioserweise kann beides sogar Sinn machen, wenn noch gar keine Einnahmen vorhanden sind – also auch noch gar keine Steuern gezahlt werden müssen. In diesem Fall ist die Abgabe einer Steuererklärung nicht vorgeschrieben, aber dennoch eine große Chance.

Wichtige Unterscheidung: Die Erst- und Zweitausbildung

Grundsätzlich unterscheidet das Finanzamt nach Erstausbildung und Zweitausbildung. Im Normalfall bedeutet dies Bachelor- und Masterstudium. Wer allerdings zuvor eine Lehre absolviert hat, befindet sich auch während des Bachelors schon in der Zweitausbildung. Tipp: Teilweise gelten auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter oder ein Taxischein als Erstausbildung. Auch dann wäre der Bachelor bereits die Zweitausbildung. Diese Unterscheidung kann enorme finanzielle Auswirkungen haben. Denn aus Steuersicht gilt: Kosten des Erststudiums können nur in dem Jahr ihrer Entstehung steuerlich abgesetzt werden. Diese Regelung ist also nur für Studenten relevant, die im Jahr mehr als den Steuerfreibetrag von 8.472 Euro verdienen. Diese können studienrelevante Kosten bis zu einer Höhe von 6.000 Euro absetzen und so ihre Steuerlast vermindern.

Kosten des Masterstudiums können später verrechnet werden

Anders stellt sich die Situation in der Zweitausbildung dar. Dort können die Kosten des Studiums als vorweggenommene Werbungskosten festgestellt werden. Stehen diesen keine steuerrelevanten Einkünfte gegenüber, entsteht ein so genannter Verlustvortrag. Die Werbungskosten können also gewissermaßen aufgespart werden bis eine ausreichende Steuerschuld entstanden ist. Dafür ist es allerdings nicht ausreichend, nach dem ersten Jahr der Berufstätigkeit alte Quittungen hervorzukramen. Vielmehr ist es wichtig, bereits während der Studienzeit jährlich eine Steuererklärung abzugeben, in der die vorweggenommenen Werbungskosten amtlich festgestellt werden. Dabei können logischerweise nur Kosten abgesetzt werden, für die Belege existieren und die auch selbst bezahlt wurden.

Fahrtkosten, Büromaterial und Fachliteratur können abgesetzt werden

Steuermindernd wirken sich dabei eine Vielzahl an Ausgaben aus. Dazu gehören beispielsweise Studiengebühren und Semersterbeiträge, aber auch die Kosten für ein Semesterticket oder benötigte Fachliteratur. Auch Bürobedarf bis hin zu einem neuen Laptop kann als steuermindernde Ausgabe verbucht werden. Eine Besonderheit besteht bei Reisekosten: Wer mit dem Auto zur Universität, zu außerhäusigen Seminaren oder Lerngruppen fährt, kann sich dafür eine Entfernungspauschale von 30 Cent pro Kilometer berechnen. Dabei muss allerdings nachgewiesen werden, dass es sich tatsächlich um studiumsrelevante Inhalte handelte. Bei vielen Seminaren reicht dafür die Teilnahmebescheinigung, bei Lerngruppen sollten zumindest die besprochenen Themen gut dokumentiert werden.

Auch die Eltern von Studenten können Steuern sparen

Während des Studiums kann allerdings nicht nur der Student selbst Steuern sparen, sondern auch dessen Eltern. Diese können in ihrer Steuererklärung jährlich einen Ausbildungsfreibetrag von 1320 Euro je Kind und Elternteil absetzen. Wohnt das Kind während des Studiums nicht mehr zu Hause, kommt zudem ein weiterer Freibetrag von 924 Euro pro Kind und Elternteil hinzu.

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