Blitzkredit für Arbeitslose

Wer Arbeitslos ist und einen Kredit benötigt, kann vor großen Schwierigkeiten stehen. Banken sehen Arbeitslose als Risikogruppe an. Dennoch ist es möglich einen Raten- oder Konsumentenkredit zu erhalten. Folgender Ratgeber zeigt, was dabei beachtet werden sollte und verweist auf verschiedene Möglichkeiten.

Was ist ein Blitzkredit für Arbeitslose?

Ein Kredit für Arbeitslose ist ein Raten- oder Konsumentenkredit, der sehr schnell ausgezahlt werden kann. Sind größere Anschaffungen notwendig, muss meist ein Kredit beantragt werden. Für Menschen mit geregeltem Einkommen stellt das kein Problem dar. Für Arbeitslose ist es kaum möglich Kredite über seriöse Anbieter zu erlangen. Arbeitslose gelten meist als großes Risiko.

Wichtig:
Wer von Arbeitslosengeld 1 oder 2 lebt, kann jedoch trotzdem einen Kredit erhalten. Etwaige Sicherheiten, wie ein Bürge oder ein Mitantragsteller erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Zusage.

Auch die Bundesagentur für Arbeit selbst kann Arbeitslosen ein Darlehen gewähren.

Was spricht für unseriöse Anbieter?

Ein Arbeitsloser kann problemlos einen unseriösen Kredit erhalten. Erkennungszeichen ist meist eine sofortige Kreditzusage. Auch die Aufforderung für den Kauf einer Lebensversicherung oder eines Bausparvertrages sind eindeutige Zeichen für einen unseriösen Anbieter. Besonders hohe Zinsen sind meist mit Betrug verbunden.

Gut zu wissen:
Wenn Kreditanbieter für Arbeitslose, weder Schufa-Auskünfte noch Bürgen verlangen, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um unseriöse Anbieter.

Möglichkeiten der Blitzkredit-Aufnahme

Übliche Kreditinstitute bieten nur selten Blitzkredite für Arbeitslose. Eine seriöse Alternative sind Kreditplattformen oder Kreditvermittler. So kursieren mehrere Onlineplattformen, auf welchen Privatpersonen Ihr Geld leihweise zur Verfügung stellen. Die Aufgabe von Kreditvermittlern besteht darin, Arbeitslose bei der Suche nach einem seriösen Anbieter zu unterstützen.

Wichtig:
Es sollte in jedem Fall genau überlegt werden, ob der Kredit definitiv benötigt wird. Sind bereits Schulden vorhanden, ist davon abzuraten.

Voraussetzungen für einen Kredit

Die Basis für einen Kredit ist ein geregeltes Einkommen und eine gute Bonität. Also keine negativen SCHUFA Eintragungen. Natürlich können Arbeitslose kein regelmäßiges Einkommen vorweisen. Deswegen benötigt die Bank andere Sicherheiten. Hierzu zählen Bürgschaften oder Mitantragssteller, aber was genau ist der Unterschied?

Bürgschaft

Der Vertrag findet zwischen dem Bürgen und der Bank des Arbeitslosen statt. Der Bürge kann für die Verbindlichkeiten haftbar gemacht werden. Er ist der Hauptschuldner gegenüber der Bank. Da der Bürge mit seinem ganzen Vermögen haftbar gemacht werden kann, ist die Bürgschaft besonders risikoreich.

Hinweis:
Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bürge bei Zahlungsunfähigkeit einspringen muss, liegt bei einem Arbeitslosen bei nahezu 100 Prozent. Ein Bürge muss über eine gute Bonität verfügen.

Mitantragschaft

Ein Mitantragsteller möchte ebenfalls einen Kredit aufnehmen. Es handelt sich somit um zwei Personen auf einem Kreditvertrag. Beide Partner dürfen über Auszahlung und Verwendung bestimmen. Ein Mitantragsteller trägt ein noch größeres Risiko als ein Bürge. So muss dieser nicht nur bei Zahlungsunfähigkeit des Arbeitslosen einspringen, er kann von dem Kreditgeber auch sofort haftbar gemacht werden.

Wichtig:
Der Antragsteller benötigt ein geregeltes Einkommen als Grundvoraussetzung.

Weitere Sicherheiten

Weitere Sicherheiten, wie ein Auto oder eine Immobilie, können zu einer Kreditzusage führen. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Einkommen oberhalb der Pfändungsgrenze liegt.

Tipps für einen Kredit für Arbeitslose

Tipp Nummer 1: Alternativen prüfen

Es sollte immer zuerst versucht werden, bei der Bundesagentur für Arbeit ein Darlehen zu erhalten. Das ist meist die beste Wahl.

Tipp Nummer 2: Bürge

Um die Chancen zu steigern, ist eine Bürgschaft empfehlenswert. Der Bürge muss liquide sein und sich seinem Risiko bewusstwerden. Auch ein Mitantragsteller muss sich der finanziellen Belastung im Klaren sein.

Tipp Nummer 3: Kredite vergleichen

Wie bei jeder Kreditinanspruchnahme lohnt sich in jedem Fall ein Kreditvergleich. Die gleiche Laufzeit, Darlehenshöhe und die Höhe der monatlichen Raten können bei unterschiedlichen Anbietern deutlich variieren.

Tipp Nummer 4: Haushaltsrechnung

In jedem Fall sollte eine Rechnung durchgeführt werden, bei welcher alle Kosten enthalten sind. Die Tilgungsrate ergibt sich aus der Differenz des Arbeitslosengeldes und den Lebensunterhaltungskosten.

Tipp Nummer 5: Kredit online beantragen

Nach der Auswahl des Anbieters kann der Blitzkredit sofort online beantragt werden. Falls nicht alle Unterlagen vorhanden sind, können diese über den Postweg nachgereicht werden. Handelt es sich um einen privaten Kreditanbieter, sind meist keine Einkommensnachweise notwendig.

Weitere Kreditmöglichkeiten

Arbeitslosenkredit vom Arbeitsamt

Auch die Bundesagentur für Arbeit vergibt Darlehen. Hierfür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Die Darlehen der Bundesagentur sind mit keinerlei Zinszahlungen verbunden. Ein Darlehen wird allerdings nur für Arbeitslose gewährt, welche Arbeitslosengeld 1 beziehen. Für Arbeitslose, welche Arbeitslosengeld 2 beziehen, ist die ARGE verantwortlich.

Gut zu wissen:
Ob ein Kredit genehmigt wird oder nicht, ist vom jeweiligen Sachbearbeiter abhängig. Eine Grundvoraussetzung ist aber, dass der Kredit sachgebunden ist. Defekte Haushaltsgeräte oder ein Kraftfahrzeug für eine neue Arbeitsstelle werden meist problemlos gewährt.

Der Kreditsummen sind aber sehr gering. So liegen diese in der Regel zwischen 150 und 400 Euro. Muss ein Auto beschafft werden, ist die Kreditsumme natürlich höher.

Kautionszahlung

Wer ein neues Mieterverhältnis beginnt, muss meist eine Kaution zahlen. Für Arbeitslose ohne Einkommen ist eine Kautionsbürgschaft ein ideales Angebot. Der Vermieter verzichtet dabei auf seine Kaution und erhält eine Bürgschaftsurkunde. Der Mieter muss stattdessen einen Jahrbeitrag entrichten.

Wichtig:
Allerdings darf auch hier kein negativer SCHUFA-Eintrag vorhanden sein.

Private Kreditgeber

Eine weitere Möglichkeit an einen Kredit zu gelangen sind private Kreditgeber. Familie und Freunde sind eine tolle Chance schnell und seriös an Geld zu gelangen. Zum einen müssen keinerlei Zinsen gezahlt werden, zum anderen kommt es zu keiner SCHUFA-Eintragung. Allerdings ist auch hier darauf zu achten, dass unbedingt ein schriftlicher Vertrag festgelegt wird. Falls man über einen Mitantragsteller verfügt und man überraschend einen Job erhält, kann der Kreditvertrag problemlos auf den Schuldner umgeschrieben werden.

Beispielrechnung

Wie bereits erwähnt kursieren im Internet zahlreiche seriöse Anbieter, welche keine SCHUFA-Einsicht erfordern. Dabei kann häufig ein unverbindliches Angebot gestellt werden.

Beispiel:
Benötigt man Beispielsweise einen Kredit in Höhe von 10.000 Euro zu einer Laufzeit von 84 Monaten, würde eine monatliche Rate ab 121, 97 anfallen. Allerdings muss der Verwendungszweck angegeben werden. Der effektive Zins beträgt in diesem Beispiel 0,60 Prozent. Doch der Verzicht auf eine SCHUFA-Einsicht bedeutet nicht, dass die Bonität des Antragsstellers nicht abgefragt wird. Ist diese nicht ausreichend gegeben, werden etwaige Sicherheiten, Bürgen oder Mitantragsteller benötigt.

Fazit

Ein Blitzkredit für einen Arbeitslosen ist keine Unmöglichkeit. Allerdings sollte unbedingt auf die Seriosität des Anbieters geachtet werden. Sofortige Zusagen oder der zwingende Abschluss einer Lebensversicherung sind mit Vorsicht zu genießen. Wenn das eigene Einkommen nicht ausreicht muss sich um Alternativen wie Bürgen oder Mitantragssteller gekümmert werden.

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